Hitzewelle in Österreich: Gesundheitsgefahren
Immer längere Hitzeperioden gehören inzwischen auch in Österreich zum Sommer. Temperaturen über 30 Grad an mehreren Tagen hintereinander belasten den Körper deutlich stärker, als viele glauben. Besonders dann, wenn sich die Luft nachts kaum abkühlt.
Hohe Temperaturen können den Kreislauf aus dem Gleichgewicht bringen, den Flüssigkeitshaushalt stören und im schlimmsten Fall zu einem medizinischen Notfall führen. In diesem Ratgeber erfährst du, welche Gesundheitsgefahren bei einer Hitzewelle entstehen, welche Symptome du ernst nehmen solltest und wie du dich an heißen Tagen schützen kannst.

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Extreme Hitze: Was passiert im Körper?
Dein Körper versucht ständig, seine Kerntemperatur zu halten. Wird es draußen sehr heiß, arbeitet dieses Kühlsystem auf Hochtouren.
Das passiert bei extremer Hitze:
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Die Blutgefäße erweitern sich, damit Wärme abgegeben werden kann.
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Du beginnst, stärker zu schwitzen.
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Herz und Kreislauf arbeiten intensiver.
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Der Körper verliert Flüssigkeit und Mineralstoffe.
Kurzfristig funktioniert das in der Regel gut. Problematisch wird es, wenn die Hitze mehrere Tage anhält oder du zu wenig trinkst. Dann steigt das Risiko für Kreislaufprobleme, Konzentrationsstörungen, Überhitzung und gesundheitliche Notfälle.
Warum Hitzewellen in Österreich immer gefährlicher werden
Nicht nur die Höchsttemperatur ist entscheidend. Besonders belastend sind sogenannte Tropennächte, bei denen die Temperatur kaum unter 20 Grad sinkt. Dadurch fehlt deinem Körper die Erholungsphase.
Die Folgen von Tropennächten können sein:
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schlechter Schlaf,
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höhere Herzfrequenz,
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geringere Leistungsfähigkeit,
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anhaltende Erschöpfung,
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stärkere Belastung für Herz und Stoffwechsel.
Schon nach wenigen Tagen kann sich das deutlich auf dein Wohlbefinden auswirken.
Größte Gesundheitsgefahr: Dehydrierung
Wenn Du schwitzt, verlierst du nicht nur Wasser, sondern auch Mineralstoffe wie Natrium. Das Problem: Viele Menschen trinken erst, wenn sie Durst haben, doch zu diesem Zeitpunkt besteht häufig bereits ein Flüssigkeitsdefizit. Ein früher Warnhinweis ist oft, dass du dich ungewöhnlich schlapp fühlst.
Typische Anzeichen für Flüssigkeitsmangel:
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Trockener Mund,
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Kopfschmerzen,
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Müdigkeit,
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dunkler Urin,
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Konzentrationsprobleme,
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Schwindel,
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Muskelkrämpfe.
So schützt du dich:
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Trinke regelmäßig über den Tag verteilt.
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Warte nicht auf Durst.
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Iss wasserreiche Lebensmittel wie Gurken, Wassermelonen oder Beeren.
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Vermeide große Mengen Alkohol.
Ein einfacher Check: Ist dein Urin sehr dunkel, solltest du mehr trinken.
Kreislaufprobleme bei Hitze
Vielleicht kennst du das Gefühl: Du stehst auf und plötzlich wird dir schwarz vor Augen. Das liegt daran, dass sich bei Hitze die Blutgefäße erweitern. Dadurch sinkt der Blutdruck und das Blut verteilt sich anders im Körper.
Häufige Symptome bei Kreislaufproblemen:
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Schwindel,
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Herzrasen,
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Schwächegefühl,
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kalter Schweiß,
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Benommenheit,
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kurze Ohnmacht.
Besonders nach längerem Sitzen oder Liegen solltest du langsam aufstehen.
Was sofort hilft:
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Hinsetzen / Hinlegen,
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Beine leicht hochlagern,
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Wasser trinken,
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Schatten oder kühle Räume aufsuchen.
Hitzeerschöpfung
Die Hitzeerschöpfung wird oft unterschätzt. Viele verwechseln diesen Zustand mit normaler Sommermüdigkeit. Dabei ist die Hitzeerschöpfung ein deutliches Warnsignal. Sie entsteht meist nach längerer Hitzeeinwirkung kombiniert mit Flüssigkeits- und Salzverlust.
Symptome einer Hitzeerschöpfung:
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starke Müdigkeit,
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Kopfschmerzen,
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Übelkeit,
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blasse Haut,
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Muskelkrämpfe,
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Schwäche,
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schneller Puls.
Das solltest du tun:
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sofort aus der Sonne gehen,
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ausreichend trinken,
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körperliche Belastung stoppen,
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Körper vorsichtig abkühlen.
Verbessern sich die Beschwerden nicht, solltest du medizinische Hilfe in Anspruch nehmen.
Hitzschlag: Warnzeichen
Ein Hitzschlag gehört zu den gefährlichsten Folgen extremer Hitze. Dabei versagt die Temperaturregulation des Körpers.
Warnzeichen bei Hitzschlag:
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sehr hohe Körpertemperatur,
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heiße trockene Haut,
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Verwirrtheit,
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Orientierungslosigkeit,
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Sprachprobleme,
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Bewusstseinsverlust.
Jetzt zählt jede Sekunde!
Sofortmaßnahmen:
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Rettung rufen,
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Person an einen kühlen Ort bringen,
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Kleidung lockern,
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Körper mit Wasser oder feuchten Tüchern kühlen.
Wer bei Hitze besonders vorsichtig sein sollte
Nicht jeder reagiert gleich auf hohe Temperaturen. Ein erhöhtes Risiko haben:
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Ältere Menschen
Das Durstgefühl nimmt oft ab und der Körper reguliert Temperatur langsamer.
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Kinder und Babys
Kinder schwitzen weniger effizient und können schneller überhitzen.
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Menschen mit Vorerkrankungen
Besonders aufmerksam solltest du sein bei:
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Herz-Kreislauf-Erkrankungen,
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Diabetes,
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Asthma,
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Nierenerkrankungen.
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Menschen mit körperlich anstrengender Arbeit
Wer draußen arbeitet oder viel Sport macht, verliert besonders schnell Flüssigkeit.
Die besten Alltagstipps gegen Hitze
Wohnung kühl halten
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morgens früh lüften,
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tagsüber Fenster geschlossen halten,
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Vorhänge und Rollläden nutzen.
Aktivitäten richtig planen
Erledige Einkäufe, Sport oder Spaziergänge möglichst vor 10 Uhr oder am Abend.
Leicht essen
Schwere Mahlzeiten belasten zusätzlich. Gut geeignet sind:
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Salate,
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Obst,
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Gemüse,
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leichte Eiweißquellen.
Auf deinen Schlaf achten
Nutze leichte Bettwäsche und halte das Schlafzimmer möglichst kühl.
Häufige Fragen zur Hitzewelle
Ist Sport bei 35 Grad gefährlich?
Intensive Belastung kann den Kreislauf stark beanspruchen. Trainiere lieber früh morgens oder spät abends.
Warum macht Hitze müde?
Weil dein Körper ständig Energie aufwendet, um sich abzukühlen.
Kann man sich an Hitze gewöhnen?
Teilweise ja. Trotzdem bleibt extreme Hitze eine Belastung für den Organismus. Nimm Hitze ernst und warte nicht, bis dein Körper dich dazu zwingt.