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Gefährliche Parasiten: Tierhalter unterschätzen Risiko

  • AHK
  • vor 1 Stunde
  • 3 Min. Lesezeit

Eine aktuelle globale Umfrage unter 6.500 Tierhalterinnen und Tierhaltern zeigt eine alarmierende Diskrepanz zwischen Erfahrung und Wissen im Umgang mit Parasiten. Obwohl 43 Prozent berichten, dass ihre Tiere bereits von Parasiten befallen waren, fehlt es vielen weiterhin an ausreichendem Risikobewusstsein und konsequentem Schutz.


kür Newsmagazin Gefährliche Parasiten Tierhalter unterschätzen Risiko
Gehst du regelmäßig mit deinem Vierbeiner zur Kontrolle? Fotocredit: Unsplash

Parasiten wie Flöhe, Zecken und Würmer sind weltweit verbreitet und zählen zu den häufigsten Gesundheitsrisiken für Haustiere. Die Folgen können erheblich sein, da diese Parasiten unter Umständen auch auf den Menschen übertragen werden. Zecken etwa können Krankheiten wie Lyme-Borreliose, Babesiose oder Ehrlichiose übertragen, die teils schwere gesundheitliche Schäden verursachen.


Besonders auffällig ist, dass 27 Prozent der befragten Tierhalter angeben, kaum oder gar nicht mit Parasitenrisiken vertraut zu sein. Gleichzeitig wünschen sich 75 Prozent klarere Empfehlungen zur Prävention. Dies ist ein deutliches Zeichen für Unsicherheit und Informationsbedarf.


Auch regionale Daten unterstreichen die Dimension des Problems. In den USA sind schätzungsweise mehr als 1,2 Millionen Hunde von Herzwürmern betroffen, während sich diese Erkrankung in Europa zunehmend ausbreitet. Studien zeigen zudem, dass in Italien über 47 Prozent der Hunde von Zecken betroffen sein könnten, in Südostasien sogar bis zu 67 Prozent. Verstärkt wird die Problematik durch steigende Temperaturen und zunehmende Reisetätigkeit, wodurch sich Parasiten weiter ausbreiten.


Neben der Gefahr für Tiere besteht, wie bereits erwähnt, auch ein Risiko für den Menschen, da einige Parasiten übertragen werden können. Hygiene ist, neben regelmäßiger Kontrolle, ein wichtiger Faktor in Bezug auf Prävention. Halte daher unbedingt die Schlafplätze, Spielzeuge und Kontaktflächen sauber. Wasche auch regelmäßig deine Hände nach dem Kontakt mit deinen Haustieren und überprüfe insbesondere Freigänger regelmäßig auf Zecken. Spezielle Halsbänder gegen Flöhe und Zecken können helfen.


Tierärztinnen und Tierärzte spielen ebenfalls eine zentrale Rolle: 70 Prozent der Tierhalter nennen sie als wichtigste und vertrauenswürdigste Informationsquelle. Da das Risiko für Parasiten von Region, Saison und Lebensstil abhängt, ist es entscheidend, dass Tierhalter sich beim Tierarzt individuell beraten lassen und regelmäßige tierärztliche Kontrollen durchführen. Die Umfrage zeigt allerdings, dass vorhandenes Wissen nicht immer zu konsequentem Handeln führt.


Anlässlich des jährlich am 20. März stattfindenden World Parasite Awareness Day hat Boehringer Ingelheim, ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich Tiergesundheit, eine internationale Kampagne gestartet, die auf einfache Präventionsmaßnahmen aufmerksam machen soll. Ziel ist es, das Bewusstsein zu schärfen und Tierhalter dazu zu motivieren, ihre Tiere besser zu schützen. Effektive Vorsorge kann entscheidend dazu beitragen, Krankheiten zu verhindern und die Gesundheit von Mensch und Tier langfristig zu sichern.


Häufig gestellte Fragen

1. Ist Parasitenprävention auch bei Wohnungstieren notwendig?

Ja. Auch Tiere, die überwiegend drinnen leben, können Parasiten ausgesetzt sein. Die Übertragen erfolgt dann z.B. durch Kleidung, andere Tiere oder Insekten im Haus. Vorbeugende Maßnahmen schützen die Gesundheit von Haustieren und tragen zu einem sicheren Umfeld bei.

 

2. Woran erkenne ich einen Parasitenbefall?

Die Symptome unterscheiden sich je nach Parasit. Häufige Anzeichen sind Juckreiz, Hautprobleme, Verdauungsstörungen, Gewichtsverlust, Fieber oder Verhaltensänderungen. Sichtbare Symptome können aber auch fehlen, daher sind regelmäßige tierärztliche Kontrollen wichtig.

 

3. Sind Mittel zur Parasitenprävention sicher und wirksam?

Ja. Antiparasitika basieren auf wissenschaftlicher Forschung und sind bei sachgemäßer Anwendung sicher und wirksam. Sie helfen, Erkrankungen zu vermeiden und verbessern die Lebensqualität der Tiere.

 

4. Wie oft sollte mein Haustier eine Parasitenprophylaxe erhalten?

Das hängt vom Alter, Lebensstil und regionalem Risiko ab. Tierärztinnen und Tierärzte können einen individuellen Präventionsplan empfehlen, um einen wirksamen Schutz zu gewährleisten.

 

5. Kann ich mich bei meinem Haustier mit Parasiten anstecken?

Einige Parasiten können auch Menschen betreffen; eine direkte Übertragung ist möglich, aber nicht häufig. Dennoch können Menschen beispielsweise über Parasiteneier oder -larven infiziert werden, die von infizierten Hunden oder Katzen ausgeschieden werden. Schutzmaßnahmen am Tier reduzieren auch das Risiko für Menschen.


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