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Social Media macht Kinder fett

  • AHK
  • vor 3 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Dein Kind schaut YouTube, scrollt durch TikTok und plötzlich will es Chips, Energydrinks und Fastfood. Kein Zufall. Social Media ist zur mächtigsten Ernährungsfalle für Kinder und Jugendliche geworden und die meisten Eltern ahnen nichts davon.


kuer.at: Social Media macht Kinder fett

Der Fonds Gesundes Österreich (FGÖ) und die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) haben eine gemeinsame Broschüre veröffentlicht. Der Titel klingt nüchtern: "Social Media, Werbung und Ernährung bei Kindern und Jugendlichen." Die Zahlen darin sind es nicht.


Erschreckende Fakten

Rund ein Viertel aller Inhalte auf Plattformen wie TikTok, YouTube und Instagram dreht sich ums Essen, der Großteil davon um ungesunde Produkte. Das Perfide daran: Nur etwa 3 Prozent dieser Inhalte sind als Werbung gekennzeichnet. Der Rest taucht beiläufig auf: Ein Influencer knabbert bei seinem Gaming-Stream Chips. Eine Beautycreatorin nippt an einem zuckerhaltigen Energy-Drink. Eine Challenge mit Fastfood geht viral. Alles wirkt wie normaler Alltag, nichts davon ist zufällig.


Die Folgen sind messbar und alarmierend: Nach Kontakt mit entsprechender Werbung nehmen Kinder und Jugendliche im Schnitt rund 30 Prozent mehr Kalorien zu sich! Das entspricht bei einem Kind mit normalem Tagesbedarf einer ganzen zusätzlichen Mahlzeit durch bloßes Zuschauen.


Dazu kommt: Bereits ab etwa 60 Minuten täglicher Mediennutzung steigt bei jüngeren Kindern das Risiko für Übergewicht messbar an. Viele Kinder verbringen ein Vielfaches davon täglich vor Bildschirmen.


Wie funktioniert die Manipulation?

Lebensmittel werden häufig nicht als klassische Werbung dargestellt, sondern beiläufig in Videos integriert, etwa durch Influencer, Challenges oder Trends. Dadurch entsteht der Eindruck, ungesunde Snacks und Getränke seien Teil eines normalen Alltags. Das ist keine zufällige Entwicklung, sondern eine Strategie.


Die Lebensmittelindustrie hat längst erkannt, dass klassische TV-Werbung an Kindern abprallt, Content Creator aber nicht. Wer seinen Lieblingsinfluencer beim Essen beobachtet, verbindet das Produkt mit Vertrauen, Zugehörigkeit und Spaß, nicht mit Werbung.


Je früher Kinder diesen Einflüssen ausgesetzt sind, desto stärker prägen sie Geschmacksvorlieben und Essgewohnheiten langfristig in die falsche Richtung aus. Eltern, die aufmerksam sein wollen, sollten laut der Broschüre darauf achten, ob Kinder vermehrt stark verarbeitete Lebensmittel verlangen oder gemeinsame Mahlzeiten plötzlich ablehnen.


Was können Eltern tun?

Klaus Ropin, Leiter des Fonds Gesundes Österreich, erklärt, viele Eltern wüssten schlicht nicht, wie stark Social Media das Essverhalten ihrer Kinder beeinflusst. Mit der Broschüre wolle man genau hier ansetzen: informieren, sensibilisieren und konkrete Hilfestellungen geben.


Die Broschüre liefert konkrete Handlungsempfehlungen. Der erste Schritt ist Bewusstsein: Wer weiß, dass sein Kind beim Schauen von Videos unbemerkt mit Junk-Food-Werbung beschossen wird, schaut anders hin. Gemeinsames Medienschauen, Gespräche über Werbung und das bewusste Vorleben gesunder Essgewohnheiten sind laut den Experten wirksame Gegenmittel.


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