Schmuggel-Drama in Wien: Zoll rettet Welpen
- AHK
- 13. Juli
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Bei der Kontrolle einer Passagierin am Flughafen in Wien-Schwechat fanden Zollbeamte 5 kleine Welpen, die offenbar unerlaubt in die Europäische Union gebracht werden sollten. Die Welpen befanden sich zum Zeitpunkt der Kontrolle in einem auffällig schlechten Gesundheitszustand. Geschmuggelt wurden sie von einer Frau, die aus China eingereist war.

Gefälschte Papiere flogen auf
Um die Einfuhr als legal erscheinen zu lassen, legte die Reisende den Beamten diverse Unterlagen vor. Bei genauerer Prüfung zeigte sich jedoch schnell, dass die Angaben nicht stimmig waren: Mindestens 3 der Hunde erwiesen sich als deutlich zu jung für eine reguläre Einreise in die EU. Auch die vorgelegten Gesundheitszeugnisse für alle 5 Tiere wurden von den Kontrolleuren als zweifelhaft eingestuft. Im weiteren Verlauf der Ermittlungen bestätigte sich zudem der Verdacht, dass das mitgeführte Tollwutzertifikat gefälscht war.
Eine hinzugezogene Tierärztin schätzte das tatsächliche Alter der Welpen auf lediglich 7 bis 12 Wochen. Sie äußerte zudem deutliche Sorge um deren gesundheitliche Verfassung. Aufgrund dieser Erkenntnisse zog der Zoll die Tiere ein und übergab sie zur weiteren Pflege und Betreuung an ein Tierheim.
Strafverfahren gegen Schmugglerin eingeleitet
Wie das Finanzministerium heute publik machte, fand der Vorfall bereits im April statt. Gegen die Frau, die versucht hatte, die Welpen unrechtmäßig ins Land zu bringen, wurde ein Finanzstrafverfahren eröffnet. Dieses ist, Stand: 13. Juli 2026, noch anhängig; ein Ausgang steht derzeit nicht fest.
Staatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl würdigte den Einsatz der Zollbediensteten und betonte, wie entscheidend deren aufmerksames Vorgehen in solchen Fällen sei. Illegal transportierte Welpen würden häufig unter Bedingungen befördert, die für die jungen Tiere erhebliche gesundheitliche Risiken bergen. Der Zoll trage mit derartigen Kontrollen maßgeblich dazu bei, solche Missstände aufzudecken und die betroffenen Tiere zu schützen.
Ein wiederkehrendes Problem
Der Fall reiht sich in eine längere Liste von Aufgriffen ein, bei denen Behörden europaweit immer wieder illegale Tiertransporte aufdecken. Welpenschmuggel gilt als lukratives Geschäft, bei dem Tiere oft unter tierschutzwidrigen Bedingungen über weite Strecken transportiert werden, um sie anschließend mit gefälschten Papieren als gesund und altersgerecht auszugeben. Kontrollen wie jene am Flughafen Wien sollen solchen Praktiken entgegenwirken und für mehr Sicherheit im Reiseverkehr mit Tieren sorgen.


