Sirenenalarm in ganz Österreich
Am Samstag, den 3. Oktober 2026, wird es ernst. Zwischen 12:00 und 13:00 Uhr findet der jährliche Zivilschutz-Probealarm statt. Dabei werden die Sirenen österreichweit auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüft. Gleichzeitig soll die Bevölkerung die Gelegenheit nutzen, die verschiedenen Warnsignale und das richtige Verhalten im Ernstfall aufzufrischen.

Neben den Sirenen stehen heuer auch digitale Warnsysteme im Mittelpunkt. Der Österreichische Zivilschutzverband setzt dabei auf das Zusammenspiel von Sirenen, AT Alert und der neuen Zivilschutz App ZIVA.
3 Sirenensignale werden ausgelöst
Beim Probealarm werden neben der eigentlichen Sirenenprobe die 3 bekannten Signale Warnung, Alarm und Entwarnung ausgelöst.
Warnung: Ein 3 Minuten dauernder, gleichbleibender Ton weist auf eine sich nähernde Gefahr hin. In diesem Fall sollen Radio, Fernsehen oder offizielle Informationskanäle eingeschaltet und weitere Verhaltensmaßnahmen beachtet werden.
Alarm: Ein einminütiger, auf und abschwellender Heulton signalisiert eine unmittelbare Gefahr. Dann sollen schützende Bereiche aufgesucht und die Anweisungen der Behörden befolgt werden.
Entwarnung: Eine Minute dauernder, gleichbleibender Ton bedeutet das Ende der Gefahr. Auch danach sollen weitere Informationen beachtet werden.
Der Zivilschutzverband appelliert an die Bevölkerung, die Probe zu nutzen, um sich mit der Bedeutung der Signale vertraut zu machen.
ZIVA soll auch bei der Vorsorge helfen
Mit ZIVA steht 2026 ein zusätzliches digitales Werkzeug zur Verfügung. „Mit ZIVA wollen wir Zivilschutz noch stärker in den Alltag bringen. Vorsorge soll nicht erst dann beginnen, wenn eine Sirene ertönt. Die App hilft dabei, sich bereits vorher mit möglichen Gefahren auseinanderzusetzen und konkrete Vorbereitungen für den eigenen Haushalt zu treffen“, so Andreas Hanger, Präsident des Österreichischen Zivilschutzverbandes. Im Ernstfall sollen über ZIVA aktuelle Warninformationen und Handlungsempfehlungen verfügbar sein.
Sirenen, AT Alert und ZIVA ergänzen sich
Der Zivilschutzverband beschreibt die 3 Warnwege als Ergänzung: Die Sirene macht auf eine Gefahr aufmerksam, AT Alert übermittelt Warnungen direkt an kompatible Mobiltelefone und ZIVA bietet zusätzliche Informationen, Vorsorgehinweise und konkrete Handlungsempfehlungen. Damit soll der Zivilschutz nicht erst mit dem Eintreten einer Gefahr beginnen.
Der 3. Oktober als persönlicher Vorsorgetag
Der Zivilschutzverband empfiehlt unter anderem zu prüfen, ob alle Familienmitglieder die Sirenensignale kennen und ob ein Notvorrat für mehrere Tage vorhanden ist. Auch Taschenlampen, Radio und andere wichtige Geräte sollen funktionieren.
Ebenso sollte kontrolliert werden, ob wichtige Dokumente und Medikamente griffbereit sind und wo im Wohnumfeld im Ernstfall verlässliche Informationen erhältlich sind. Wer ZIVA nutzt, kann zudem überprüfen, ob die App ordnungsgemäß installiert und die relevanten Aufenthaltsorte hinterlegt sind.
Der österreichweite Probealarm am 3. Oktober 2026 dient nicht nur der technischen Überprüfung der Sirenen. Er soll auch dazu beitragen, dass die Bevölkerung Warnsignale kennt, Vorsorgemaßnahmen trifft und im Ernstfall schnell und richtig handeln kann.


