78 Prozent Abzocke: Eis-Skandal in Österreich
- AHK
- vor 2 Tagen
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Aktualisiert: vor 2 Stunden
36 Grad im Schatten. Du suchst nach einer Abkühlung und denkst: Ein Eis würde jetzt herrlich schmecken! Doch im Supermarkt folgt der Schock: Was dein Nachbar in München für 4,49 Euro bekommt, kostet dich in Wien 7,99 Euro. Das gleiche Produkt. Von der gleichen Firma. Und das hat System.

Unfassbare Zahlen
Die Verbraucherschutzorganisation foodwatch hat enthüllt, was Millionen Österreicher täglich erleben: eine gigantische Geldraubzug an den Supermarktkassen. 20 Eissorten wurden analysiert. Alle waren deutlich teurer als in Deutschland. Im Schnitt kassieren die Konzerne 50 Prozent Aufschlag!
Magnum Mini: 78 Prozent teurer. 7,99 statt 4,49 Euro. Calippo: 70 Prozent teurer. Viennetta: 67 Prozent teurer.
9 von 20 Produkten kosten mehr als die Hälfte extra. Du kaufst zwei Eis und zahlst den Preis für drei.
Konzerne machen die Regeln
Die absurden Preisunterschiede entstehen nicht durch Zufall. Sie sind gewollt und strategisch geplant. Unilever und Nestlé, zwei der mächtigsten Lebensmittelkonzerne der Welt, haben ein System aufgebaut: territoriale Lieferbeschränkungen. Einfach ausgedrückt: Sie verbieten österreichischen Supermärkten, die Produkte günstiger aus dem Ausland, z.B. aus Deutschland, zu bestellen.
Österreichische Lebensmittelhändler sind dazu gezwungen, zu höheren Preisen einzukaufen und geben diese Preise dann an die Konsumentinnen und Konsumenten weiter. Foodwatch-Sprecherin Miriam Maurer: „Dieser Österreich-Aufschlag ist das Ergebnis eines unfairen Systems. Damit muss endlich Schluss sein.“
Die letzte Chance auf Gerechtigkeit
Die EU könnte einschreiten, denn Brüssel arbeitet an einem Verbot dieser Lieferbeschränkungen. Ein Gesetz, das endlich Fairness bringen könnte, allerdings von Lobbyisten nicht gewollt wird. Du kannst dieses Anliegen unterstützen, indem du die Petition: Genug gezahlt – Schluss mit dem Österreich-Aufschlag unterzeichnest.