Wien am Limit: Rettungsdienste im Ausnahmezustand
- KHA
- vor 2 Tagen
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Aktualisiert: vor 1 Tag
Die Hitzewelle hat Wien fest im Griff und sie hinterlässt tiefe Spuren und zwar nicht nur bei den Menschen, die unter den hohen Temperaturen leiden, sondern auch bei jenen, die ihnen helfen sollen. Die Berufsrettung Wien meldet historische Zahlen: In den vergangenen Tagen erlebte die traditionsreiche Organisation die drei einsatzstärksten Tage ihrer gesamten 144-jährigen Geschichte.

Die Zahlen sprechen für sich: 3.975 Einsätze in drei Tagen. Allein in der Nacht von Montag auf Dienstag fiel ein Rekord: 1.398 Einsätze innerhalb von 24 Stunden. Zum Vergleich: An einem gewöhnlichen Tag sind es 900 bis 1.000 Einsätze.
Die dominierenden Diagnosen: Kreislaufprobleme, Kreislaufkollaps, Überhitzung und in den schwersten Fällen Herz-Kreislauf-Stillstände. Bewältigt werden konnte der Ansturm nur im Zusammenspiel mit Johannitern, Maltesern, Samariterbund, Sozialmedizinischem Dienst und Rotem Kreuz. „Mein Dank gilt den Mitarbeitern der Berufsrettung Wien sowie den Kollegen der Rettungsorganisation für ihren Einsatz unter diesen extremen Bedingungen“, so Prof. Dr. Rainer Gottwald, Leiter der Berufsrettung Wien.
Die Organisation nutzt die Rekordzahlen auch als Warnung an die Politik: Ein derart belastbares System brauche ausreichende Finanzierung. In den laufenden Tarifverhandlungen mit der ÖGK für 2026 liege das Angebot bislang weit unter der Inflation, was künftig zu Leistungseinschränkungen führen könnte.


