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Hopfen ist Österreichs Arzneipflanze 2026

  • AHK
  • vor 39 Minuten
  • 1 Min. Lesezeit

Wer hätte das gedacht: Der Echte Hopfen spielt nicht nur in der Bierherstellung eine wichtige Rolle! Hopfen gilt in der Volksmedizin als traditionelle Heilpflanze und wurde von der Herbal Medicinal Products Platform Austria (HMPPA), die aus Expertinnen und Experten österreichischer Universitäten besteht, zur Arzneipflanze des Jahres gewählt.

 

kuer.at Hopfen taugt nicht nur für Bier. Fotocredit: HMPPA
Hopfen taugt nicht nur für Bier. Fotocredit: HMPPA

Hopfen ist eine Kletterpflanze und gehört zur Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae). Er ist in Europa, Westasien und Teilen Nordafrikas heimisch. Bereits im 12. Jahrhundert erkannte Hildegard von Bingen die Wirkung des Echten Hopfen (Humulus lupulus L.) auf Magen und Psyche. Die weiblichen Blütenstände, auch Hopfenzapfen genannt, werden von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) als traditionelles pflanzliches Arzneimittel eingestuft. Hopfen enthält nämlich eine Vielzahl von Wirkstoffen, wie beispielsweise Bitterstoffe, ätherische Öle und Polyphenole.


Hopfen wirkt beruhigend, schlaffördernd und angstlösend. Er wird auch zur Linderung von Beschwerden in den Wechseljahren eingesetzt. Aus Tier- und Laborstudien ist bekannt, dass Hopfen eine entzündungshemmende, antibakterielle, stoffwechsel-modulierende, neuroprotektive und antikanzerogene Wirkung hat.


Für Hopfen als Monopräparat liegen aktuell keine verlässlichen klinischen Studien zur Sedierung vor. Randomisierte Doppelblind-Studien mit festen Baldrian-Hopfen-Kombinationen zeigten jedoch signifikante Verbesserungen schlafbezogener Parameter, darunter eine längere Schlafdauer und eine Verbesserung der objektiv gemessenen Schlafqualität.


Es liegen zudem kontrollierte klinische Daten zu gastrointestinalen Wirkungen vor, die aus einer randomisierten, doppelblinden Crossover-Studie mit gesunden Probanden stammt. Das Ergebnis: Nach Gabe von 500 mg Hopfenextrakt kam es nach gastrischer und duodenaler Freisetzung zu einer signifikanten Reduktion der Energieaufnahme im Vergleich zum Placebo.



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