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Preise treiben Österreicher in den Sparmodus

  • AHK
  • vor 5 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Die anhaltend hohen Preise im Alltag verändern das Konsumverhalten in Österreich deutlich. Laut einer aktuellen Umfrage gibt die große Mehrheit der Bevölkerung inzwischen weniger Geld aus als ursprünglich geplant. Vor allem steigende Kosten für Lebensmittel setzen viele Haushalte unter Druck und führen dazu, dass bei Freizeit, Reisen und größeren Anschaffungen zunehmend gespart wird.

 

Demnach haben die meisten Menschen ihre Finanzen genau im Blick. Rund 95 Prozent der Befragten können zumindest ungefähr abschätzen, wie viel Geld ihnen nach fixen Ausgaben wie Miete, Strom, Telefon oder Kreditraten monatlich noch bleibt. Gleichzeitig zwingt die Teuerung viele dazu, auf kleine Annehmlichkeiten zu verzichten. Insgesamt 8 von 10 Österreicherinnen und Österreichern geben an, derzeit weniger zu konsumieren als ursprünglich vorgesehen.

 

Als größte Belastung nennen mehr als die Hälfte der Befragten die deutlich gestiegenen Lebensmittelpreise. Dahinter folgen Energiekosten wie Strom sowie Ausgaben rund ums Wohnen. Besonders Menschen über 50 Jahre spüren den finanziellen Druck im Alltag stark, da gerade Lebensmittel und Energie einen großen Teil ihres Budgets beanspruchen.

 

Die Folge: Viele sparen gezielt bei Dingen, die früher selbstverständlich waren. Am häufigsten werden Restaurantbesuche reduziert: 39 Prozent der Befragten geben an, hier kürzerzutreten. Auch beim Urlaub wird gespart: 21 Prozent schränken Reisen ein oder verschieben sie. Obwohl Restaurantbesuche, Urlaubsreisen und Rücklagen für größere Anschaffungen weiterhin zu den wichtigsten Ausgaben zählen, werden diese Posten im Sparmodus zuerst zurückgefahren.

 

Auch größere Käufe werden stärker überlegt. Ein Beispiel dafür ist der Autokauf. Für mehr als ein Viertel der Bevölkerung bleibt er zwar ein relevanter Ausgabeposten, doch Entscheidungen werden heute deutlich langfristiger vorbereitet. Viele Menschen vergleichen Modelle, Ausstattung und Finanzierung über mehrere Monate oder sogar länger als ein Jahr, bevor sie sich festlegen. Besonders Menschen unter 50 Jahre planen einen Autokauf innerhalb der nächsten 12 Monate.

 

Experten sehen darin ein Zeichen für eine wachsende Unsicherheit bei den Konsumenten. Finanzentscheidungen würden heute deutlich vorsichtiger getroffen als noch vor einigen Jahren, da viele Menschen weniger Vertrauen in ihre eigene finanzielle Stabilität haben. Die wirtschaftliche Lage und dauerhaft hohe Lebenshaltungskosten prägen damit zunehmend den Alltag und das Konsumverhalten der Bevölkerung.

 

Die Ergebnisse stammen aus dem „Liquiditätsbarometer“, einer repräsentativen Studie der TeamBank AG. Für die aktuelle Erhebung wurden 1.583 Menschen in Österreich im Alter zwischen 18 und 79 Jahren online befragt. Die Befragung wurde vom Marktforschungsinstitut YouGov durchgeführt.

 

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